Grundlagen der Tierkommunikation

Aktualisiert: Nov 10

Die vier wichtigsten Schritte für dein erstes Tiergespräch


Tierkommunikation ist eine Form der intuitiven Wahrnehmung: ein mentaler Austausch von Gedanken, Gefühlen oder Bildern zwischen Mensch und Tier über jede Distanz hinweg. Du kannst sie dir wie eine weitreichendere Form von Empathie vorstellen.


In diesem Artikel erfährst du:

  1. Was ist Tierkommunikation?

  2. Wie kann ich Tierkommunikation lernen?

  3. Wie funktioniert Tierkommunikation? (mit Video)

  4. Warum geht man in der Tierkommunikation so vor?

  5. Ist Tierkommunikation eine Form der Energiearbeit?

  6. Ist Tierkommunikation wissenschaftlich erforscht?






"Lausche mit dem Herz" - Großmutter Weide


1. Was ist Tierkommunikation?


Tierkommunikation (engl. "animal communication", Abkürzung Tiko) ist eine Form der intuitiven Wahrnehmung, bei welcher Menschen und Tiere miteinander Gedanken, Gefühle oder Bilder unabhängig von der räumlichen Entfernung zueinander austauschen können. Begriffe wie Intuition (Bauchgefühl), Sensitivität (Feinfühligkeit), Empathie (Einfühlungsvermögen) und Telepathie (Fühlen aus der Ferne) umschreiben diese feine Kommunikationsform.


Tierkommunikation:

  • kann helfen, das Verhalten des Tieres besser zu verstehen und auf seine Wünsche einzugehen.

  • kann helfen, Ursachen für Probleme herauszufinden und zwischen Mensch und Tier vermitteln.

  • ist ein Austausch von Informationen, nicht mehr und nicht weniger.

  • hat nichts mit der Interpretation von Mimik oder Gestik zu tun.

  • hat nichts mit Erziehung oder Training von Haustieren zu tun.

  • kann keinen Tierarzt oder Tierheilpraktiker ersetzen.

Ziel der Tierkommunikation ist eine tiefergehende Verständigung zwischen Mensch und Tier.






2. Wie kann ich Tierkommunikation lernen?


Tierkommunikation ist eine Fähigkeit, die jeder (wiederer-) lernen kann. Es ist keine Gabe. Kleine Kinder nutzen diese Kommunikationsform noch ganz natürlich, bis sie lernen, zu sprechen (Stichwort Babykommunikation).


Tiere denken und fühlen sehr ähnlich wie wir. Sie sind unglaublich sensitiv, was unsere Ausstrahlung, unsere Gedanken und vor allem unsere Gefühle angeht. Auf einer indirekten Ebene können sie manchmal auch verstehen, was wir ihnen verbal mitteilen. Hier kommt es auf die Klarheit unserer Ausstrahlung an.

  • Probiere es einfach mal ganz in Ruhe daheim aus - eine mögliche Vorgehensweise findest du im nächsten Abschnitt.

  • Im Internet findest du mittlerweile auch zahlreiche Meditationen und Bücher zum Thema Tierkommunikation. Einige empfehlenswerte Links habe ich dir bei den TIPPS zusammengetragen.

  • Wenn du die Tierkommunikation gerne intensiv üben und auch mit fremden Tieren kommunizieren lernen möchtest, empfehle ich dir meinen Live-Online-Basiskurs Animal Spirit.



3. Wie funktioniert Tierkommunikation?


Im folgenden möchte ich dir gerne die vier wesentlichen Punkte erläutern, die dir bei einer Tierkommunikation helfen:


  1. Struktur

  2. Entspannung

  3. Fokus (Verbindung)

  4. Offenheit



Der Ablauf im Überblick

  1. Bereite dein Bewusstsein vor, in dem du entspannst und eine offene, unvoreingenommene Haltung annimmst.

  2. Lenke deinen Fokus auf das Tier. Stelle eine Verbindung her, indem du das Tier (gedanklich) begrüßt. (Tipp: Mit geschlossenen Augen ist es manchmal leichter.)

  3. Stelle dem Tier gedanklich Fragen und nehme dann einfach nur wahr, was dir "in den Sinn" kommt. Du kannst deine eigene Wahrnehmung auch direkt aufschreiben oder aussprechen.

  4. Frage nach, wenn etwas unklar ist.

  5. Bedanke dich.

  6. Trenne die Verbindung, in dem du dich (gedanklich) verabschiedest.

  7. Reflektiere, was du wahrgenommen hast bzw. lese deinen Aufschrieb durch und tausche dich gegebenenfalls in einer Übungsgruppe aus.



4. Warum geht man in der Tierkommunikation so vor?


Vorbereitung & Entspannung


Um mit einem Tier intuitiv zu kommunizieren, ist Entspannung sehr wichtig (z.B. durch Meditation). Unsere Gehirnwellen schalten dabei auf andere Frequenzen (Alpha- bis Theta-Bereich). Hier bekommen wir automatisch leichter Zugang zum Unterbewusstsein und zu den feinstofflichen Informationen, die uns umgeben. Wir gehen sozusagen „online“.


Fokus & Verbindung


In diesem Bewusstseinszustand genügt es dann einfach an das Tier zu denken, mit der Absicht Kontakt aufnehmen zu wollen. Oder man stellt sich eine Verbindung bildlich vor, um sich mit dem Tier mental zu verbinden. Grundlage hierfür ist das Gesetz der Anziehung - Energie folgt der Aufmerksamkeit. Beliebte innere Bilder zur Verbindung sind z.B. das goldene Band, die Silberschnur, ein Regenbogen oder man stellt sich ganz einfach eine Begrüßung mit dem Tier vor.


Offenheit & Hellsinne


Man stellt gedanklich eine Frage an das Tier und schreibt dann alles, was man glaubt wahrzunehmen, sofort und möglichst schnell auf oder spricht es direkt aus. Der erste Impuls ist meist der richtige, die intuitive Kommunikation geht sehr schnell. Die Art der Wahrnehmung kann sich individuell unterscheiden, je nachdem, welcher Hellsinn zuerst am besten ausgeprägt ist.


So ist es bspw. möglich, Bilder oder kleine Filme vor dem inneren Auge zu sehen (Hellsehen), eine Stimme zu hören (Hellhören) oder etwas plötzlich einfach intuitiv zu wissen (Hellwissen). Weit verbreitet ist z.B. das Hellfühlen. Hier können alle Gefühle, wie bspw. Freude, Wut, Trauer, Liebe, Sorge, Angst etc. wahrgenommen werden. Eine intensive Form des Hellfühlens ist das "Körperfühlen" (engl. Bodyscan) bei welchem man die körperliche Verfassung des Tieres am eigenen Körper spüren kann. Dies ist z.B. hilfreich, um Schmerzen zu lokalisieren. Auch das Hellschmecken oder Hellriechen ist möglich.


Abschließend stellt man sich eine Trennung der Verbindung bzw. eine Verabschiedung vor.

Man kann jederzeit steuern, ob man sich für die intuitive Kommunikation öffnen oder verschließen mag. Es reicht dazu aus, einfach in Gedanken die entsprechende Absicht zu formulieren, zum Beispiel "Ich verbinde mich jetzt mit XY" und "Die Verbindung mit XY ist jetzt getrennt."