Medialität

Was bedeutet Medialität, was macht ein Medium?​

Eine kleine Begriffsdefinition und -abgrenzung.

Ganz allgemein gehalten ist ein Medium ein Kommunikationsmittel, also etwas durch das Kommunikation fließt, etwas, das Informationen übermitteln kann. 

 

Eine Person, die als Medium arbeitet, übermittelt dabei meist Informationen aus der geistigen Welt, also auf der feinstofflichen bzw. seelischen Ebene (Verstorbene, Ungeborene, Geistführer, Engel, Krafttiere etc.). Ein Medium vermittelt zwischen geistiger und körperlicher Welt.

Medialität bedeutet also die Kommunikation mit der geistigen Welt. Oft wird hierbei noch zu Sensitivität unterschieden. Sensitivität bedeutet dann die Wahrnehmung der körperlichen Welt, also eher unserer Ebene, die telepathische Kommunikation mit Tieren, Babys, Pflanzen, das Erspüren der Energie bzw. Erinnerung eines Ortes oder das Lesen der Aura. 

Diese Unterscheidung ist insofern wichtig, um die eigene Wahrnehmung besser einordnen zu können. Dazu ein Beispiel: Eines Tages kam ich von der Arbeit in meine Wohnung und ich spürte sofort, dass hier etwas schreckliches passiert sein musste. Ich fühlte mich einfach ganz plötzlich panisch, ängstlich und wie erdrückt. Ich dachte zuerst, dass vielleicht eingebrochen wurde und traute mich zunächst kaum in die Wohnung, doch als ich durch den Flur in die anderen Räume sah, wirkte alles wie immer. Dann sah ich sie: eine kleine tote Maus mitten im Gang. Sie hatte wohl Gift gefressen und war ziemlich qualvoll gestorben und genau diese Energie nahm ich im Moment des Betretens der Wohnung sensitiv wahr. Hätte ich medial mit der Maus Kontakt aufgenommen, so hätte ich nicht diese schwere, bedrückende Energie wahrgenommen, sondern die leichte, licht- und liebevolle Energie des Jenseits, wo sich die Seele der Maus mittlerweile befand.

Man könnte auch sagen, sensitiv ist das, was hier ist und medial ist das, was "drüben" ist.

Während einer Kommunikation ist das manchmal gar nicht so einfach zu unterscheiden. Wenn ich mit einem lebenden Baby kommuniziere, kann ich beispielsweise ganz alltägliche Informationen bekommen, die dem sensitiven Bereich zuzuordnen wären oder aber auch sehr weise Botschaften und Informationen, die das Baby eigentlich nicht wissen kann, zum Beispiel Hinweise zum Seelenplan, was eher dem medialen Bereich zuzuordnen wäre. Daher unterscheide ich eher zwischen alltäglicher und spiritueller Ebene. 

Ich erkläre mir das so, dass wir selbst ja auch mehr oder weniger immer mit der geistigen Welt und unserem "Ursprung" verbunden sind. Die geistige Welt ist für mich nicht irgendwo oben im Himmel und weit entfernt und getrennt von uns, sondern sie umgibt uns. Die geistige Welt ist eher wie eine parallele Dimension, eine andere energetische Ebene bzw. eine andere Frequenz oder Schwingung auf die wir uns bewusst einstimmen können.

Egal auf welcher Ebene ein Medium arbeitet, ob mit der geistigen Welt oder in unserer Welt im Bereich der Tierkommunikation etc., ein Medium ist immer ein neutraler Vermittler bzw. Übermittler von Information oder Energie.

Um medial zu arbeiten muss man nicht spirituell sein, jedoch kann die Arbeit natürlich von der eigenen spirituellen Auffassung bzw. vom eigenen Glaubenssystem beeinflusst sein.

Das Wort Spiritualität leitet sich vom lateinischen spiritus ab, was so viel wie "Geist" oder "Hauch" bedeutet. Spiro wird übersetzt mit "ich atme", man könnte Spirit also auch als Atem des Lebens oder Lebensgeist bezeichnen. Wenn man umgangssprachlich sagt, man möchte "die Lebensgeister wecken", meint man, dass man etwas aktivieren oder gesund machen möchte. Es ist ein Wort das stark mit Energie, Freude, Kraft oder auch Tatendrang in Verbindung steht. Wenn man sich mit Spiritualität beschäftigt, setzt man sich also mit der Geistigen Welt auseinander, mit Fragen, die unsere Erfahrungen oder Wahrnehmungen übersteigen (Transzendenz), wie bspw. nach dem Sinn des Lebens, dem Ursprung des Lebens oder dem Leben nach dem Tod (Jenseits, Wiedergeburt etc.). Spiritualität ist also eine sehr individuelle Glaubenssache, daher bemühe ich mich bei meiner Arbeit stets, um eine möglichst neutrale Grundhaltung, nach dem Motto: "Alles ist möglich, werte nichts."